Festival-Merch planen: Timeline & Stückzahlen
Festival-Merch scheitert selten am Motiv — es scheitert an der Timeline. Wer zu spät bestellt, zahlt Express oder steht ohne Ware am Stand. Ein Leitfaden gegen beides.

Die gute Nachricht zuerst: Festival-Merch ist planbar. Die schlechte: Der häufigste Fehler passiert Wochen vor dem ersten Druck — bei der Frage, wann man überhaupt anfängt.
Die Timeline rückwärts denken.
Rechnen Sie vom Auftrittstag zurück, nicht vom Bestelltag vor. Zwischen Freigabe und fertiger Ware liegen im Siebdruck realistisch unter zwei Wochen — aber davor liegen Motiv-Abstimmung, Textil-Auswahl und Freigabe. Wer den Stand am Wochenende bestücken will, gibt spätestens drei bis vier Wochen vorher das Go. Das ist die Untergrenze für eine überschaubare Auflage in ein bis zwei Farben — bei großen Mengen, mehrfarbigen Motiven oder mehreren Textilien planen Sie eher acht bis zehn Wochen, so wie es der Fahrplan auf der Festival-Seite zeigt. Das ist die Untergrenze für eine überschaubare Auflage in ein bis zwei Farben — bei großen Mengen, mehrfarbigen Motiven oder mehreren Textilien planen Sie eher acht bis zehn Wochen, so wie es der Fahrplan auf der Festival-Seite zeigt.
Wie viel verkauft ein Stand?
Als grober Anker gilt in der Branche eine Verkaufsquote von wenigen Prozent der Besucher — stark abhängig von Fanbindung, Preis und Sichtbarkeit des Stands. Wichtiger als die exakte Zahl ist die Konsequenz: Lieber eine kalkulierte Grundauflage plus schnelle Nachproduktion als ein überzogenes Erstlos, das später zum Ladenhüter wird.
Ausverkauft am Samstagabend ist kein Unfall — es ist eine Entscheidung, die man vier Wochen vorher trifft.
Größen und Verteilung.
Die häufigste Rest-Ware ist XS und XXL in der falschen Menge. Eine bewährte Grundverteilung liegt im Schwerpunkt M–L, mit kleineren Anteilen an den Rändern — aber die richtige Kurve hängt vom Publikum ab. Wer die Zielgruppe kennt, verschiebt bewusst.
Timeline rückwärts, Grundauflage konservativ, Nachproduktion eingeplant, Größen ans Publikum angepasst. Diese vier Entscheidungen fallen vor dem ersten Druck — und entscheiden, ob der Stand am Sonntag noch etwas zu verkaufen hat.
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